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Brot mit Wurst statt Wurst mit Brot

Mittwoch, 23. Januar 2008
Tg

Auslöser war die Beobachtung, dass an Festveranstaltungen am Stand des Metzgers oft viel mehr läuft als beim Bäcker. Dabei macht der Metzger sein gutes Geld mit einem grossen Teil Bäcker-Arbeit, indem er eine Wurst mit Brot verkauft.

Modernes Grillwurstkonzept
Warum nicht den Spiess umdrehen und das Angebot des Metzgers deutlich besser machen, dachte sich Gabriel Barell, Geschäftsführer von Sutterbegg: «Die Zeit ist mehr als reif für ein moderneres Wurstkonzept, denn der Metzger gibt zu seiner Wurst von Jahr zu Jahr weniger und billigeres Brot. Und er schneidet es in lieblose Formen, meist schon Stunden vor dem Anlass. Eine Qual für Brotliebhaber – eine Riesenchance für uns! Seit Urgedenken serviert der Metzger seine Wurst auf einer Kartonunterlage. Darauf legt er die Wurst und oben drauf ein Stück Brot sowie eine Serviette. Kaum in die Hand genommen, rollt die Wurst in den Senf, parallel dazu tränkt sie das Brot und die Serviette. Und will man essen, bleibt keine Hand mehr frei fürs Bier. Selbst bei seiner hauseigenen Stärke macht der Metzger oft Unverständliches. Läuft wenig, liegen nur verschrumpfelte oder verkohlte Exemplare auf dem Grill, läuft sehr viel, bekommt man entweder lauwarme Würste oder wartet eine Ewigkeit.

Freude für Brotliebhaber
Brot mit Wurst fängt beim Brot an. Ein super-feines Brot – beim Sutterbegg ist es ein Pain Paillasse –, etwa in der Grösse eines halben Parisettes, wird der Länge nach aufgeschnitten. Der Kunde kann nebst Senf und Ketchup aus mehreren hausgemachten Saucen auswählen. Diese werden mit bequemen Dispensern grob verteilt und das Brot zur Feinverteilung zusammengeklappt. Die feinen Kalbsbratwürste sind in der Länge und Dicke optimal auf das Brot abgestimmt. Sie sind garantiert durchgehend warm, da sie wie Hotdog-Wienerli im heissen Wasserbad vorbereitet werden. Für die schöne Grillstruktur und Farbe kommen sie in einen Panini-Tischgrill. Dank vorgewärmten Würsten und gleichzeitiger Grillade von oben und unten reicht dazu eine einzige Minute. Ist die Wurst im Brot – was sehr einfach und schnell geht –, genügt eine geschickt umwickelte Serviette für einfaches und sauberes Essen. Und es bleibt eine Hand frei fürs passende Bier.

Verdreifachter Umsatz
An Festen reissen die Warteschlangen vor den Sutterbegg-Ständen nicht ab, bei den Metzgern läuft jeweils deutlich weniger. In wenigen Stunden und mit wenig Aufwand werden die Tagesumsatzzahlen grosser Filialen erreicht. Die Innovation wurde von der Regierung Basel-Stadt zum Benchmark in Sachen Verpackung erklärt, da die traditionellen Kartonunterlagen von Würsten wegen der Abfallproblematik vielen Politikern ein Dorn im Auge sind, wie Gabriel Barell zu berichten weiss: «In unserer Stadt gibt es bereits Feste, an denen nur noch unser Konzept erlaubt ist. Kein Wunder, haben wir bereits zwei Wochen nach der Lancierung bei Fest-Ständen von Metzgern ähnliche Angebote entdeckt!»

Einfach und erfolgreich
Die Innovation beweist, dass die einfachsten Ideen oft die mit Abstand erfolgreichsten sind.

 

 

Inhaltsverzeichnis nur für SBKV-Seite (direkt unten angehängt) Weitere spannende Artikel finden Sie im «panissimo» vom 25. Januar 2008:

Sektionskurs 2008:
Rationelle Herstellung attraktiver Produkte.

GmbH oder AG?:
Wahl der passenden Gesellschaftsform.

Konzentrationsprozess:
Wachstumszwang führt zu Betriebsübernahmen.

Naturprodukt Brot:
Wichtige Fakten zur Information der Kunden.

Berufsbildung Verkauf:
Bäckers- und Confiseurfrauen bereiten QV vor.

Sturmgewehr wohin?:
«backslash» fragt, wohin Armeewaffen gehören.

Colorants alimentaires:
le moins possible!

Authentique produit naturel:
le pain contribue à une alimentation saine.

Partenariat énergétique:
FMB et Pistor collaborent dans l’intérêt des membres de l’ASPBP.

A domicile ou à l’arsenal?:
«backslash» aborde la problématique du stocka- ge des armes militaires.

Lu dans la presse:
plaidoyer en faveur de notre artisanat.

Premio dell`innovazione 08:
Pane e salsiccia piuttosto che salsiccia e pane.

Magistrale lezione sui basilari:
Pier Paolo Magni a Trevano.

 
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